Gefahren an der Haustür

 

Auf Einladung des Bürgerforums lebenswertes Baunach e.V. und des VdK-Ortsverbands klärte Kriminalhauptkommissar Eßel von der Kripo Bamberg zahlreiche interessierte Zuhörer über die immer raffinierter werdenden Tricks der Betrüger auf, die sich vor allem ältere Menschen als Opfer aussuchen.

 

Sie beobachten z.B. ältere Personen am Geldautomaten, verfolgen sie bis ins Haus, klingeln an der Wohnungstür und täuschen eine Notlage vor. Sie bitten z.B. um ein Glas Wasser oder um Papier und Bleistift, um Nachbarn zu benachrichtigen und lenken dadurch das Opfer ab, sodass ein Komplize rasch die Wohnung durchsuchen und zumindest das eben abgeholte Geld entwenden kann. Der Rat Eßels ist, niemals die Tür ohne vorgelegten Sperrbügel oder -kette zu öffnen und auf keinen Fall einem Fremden Zutritt in die Wohnung zu gewähren.

 

Ein verbreiteter Trick ist auch das Vortäuschen einer amtlichen Eigenschaft, z.B. als Mitarbeiter der Gemeinde oder der Polizei. Von „Polizisten“ sollte man sich Dienstmarke und Dienstausweis zeigen lassen und überprüfen, ob die Dienstnummer auf beiden übereinstimmt und der Stempel auf dem Foto zu erkennen ist. Im Zweifel kann man auch die Dienststelle anrufen, bevor man jemanden in die Wohnung lässt. Energisches Verhalten kann einen Betrüger in die Flucht schlagen. Dabei gilt: Personenmerkmale, Kleidung, Fahrzeug usw. merken und sofort die 110 anrufen.

 

Der hinreichend bekannte Enkeltrick wird banden- und gewerbsmäßig betrieben, wobei im Jahr 2015 allein in Bayern 2 – 3 Millionen € erbeutet wurden. Eine neuere Variante davon ist, dass ein zweiter Anrufer sich als Kripobeamter ausgibt, der angeblich den Anruf mitgehört habe, und um den Täter zu ergreifen das Geld übergeben würde.

 

Anrufe von falschen Polizeibeamten, die Geld oder Schmuck „sicherstellen“ würden, da man auf einer Einbruchsliste stehe, kommen ebenfalls relativ häufig vor. Dabei wird manchmal als Anrufnummer die 110, oft mit lokaler Vorwahl, angezeigt. Das wäre bei einem echten Polizeianruf niemals der Fall.

 

Herrn Eßels Ausführungen, gewürzt mit kleinen Filmszenen, waren nicht nur spannend und unterhaltsam; sie haben den Zuhörern verdeutlicht, dass man leicht zum Opfer von Betrügern werden kann. Deshalb ist große Vorsicht Fremden gegenüber angebracht. Sei ieber einmal zuviel misstrauisch sein!

 

Zu diesem Thema ist eine Broschüre „Im Alter sicher leben“  bei der Polizei kostenlos zu beziehen.

 

 

 

Wie sicher bin ich in meinen 4 Wänden?

 

Am 28. 06. konnten wir im Saal des Gasthofes Obleyhof den Kriminalhauptkommissar Helmut Eßel begrüßen, der für den Polizeibezirk Bamberg-Forchheim als Berater tätig ist. Auf sehr anschauliche und unterhaltsame Weise gab er wertvolle Tipps zum Thema Einbruchsicherheit.

 

Alle 3 Minuten findet in Deutschland ein Einbruch statt. Auch wenn er nicht immer gelingt, bleibt ein Gefühl von Angst und und Bedrohung lange Zeit erhalten.

 

Interessant ist, dass im Raum Bamberg-Forchheim die Zahl der Wohnungsseinbrüche von 2016 bis 2017 um 25 % gesunken ist. Die Aufklärungsquote (21 %) ist leicht gestiegen. Am häufigsten finden Einbrüche in der finsteren Jahreszeit statt, wobei 45 % der Einbrüche an mechanischen Sicherungen oder wachsamen Nachbarn scheitern. Am häufigsten versuchte man sich durch Terrassentüren oder Fenster Einlass zu verschaffen, weniger durch Haustüren.

 

Herr Eßel zeigte vielfältige Möglichkeiten auf, wie man sich vor einem Einbruch im eigenen Haus schützen kann. Angefangen von der Einfriedung des Grundstücks und der Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder, über Türen mit sicheren Schließblechen, Verriegelungen, Schutzbeschlägen, Scharnieren, digitalen Zylindern usw., einbruchhemmenden Fenstern, bis zur Videoüberwachung und Alarmanlagen gibt es für den Hausbesitzer zahlreiche Methoden, Einbrecher abzuhalten.

 

Außer den technischen Absicherungen ist jedoch auch das Verhalten des Hausbesitzers wichtig. Geleerter Briefkasten, bei Tag hochgezogene Jalousien, Licht am Abend usw. lassen nicht erkennen, dass man in Urlaub ist.

 

Herr Eßel hatte viele Fragen der interessierten Teilnehmer zu beantworten, und alle verließen die Veranstaltung mit dem Gefühl, selbst noch einiges tun zu müssen, um vor Einbrechern sicher zu sein.